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GEOPAL - Geotoprekonstruktion und Bioökonomisches Potential in Paläolithischen Fundplatzterritorien

Projektleiter: Dr. Florian Sauer

Aufbauend auf der Methodik zur landformbasierenden Biodiversitätsmodellierung, die im Projekt "GIS-basierte Rekonstruktionen spätpaläolithischer Landnutzungsmuster der nordostbayerischen Mittelgebirgszone" entwickelt worden ist, wird in diesem Forschungsvorhaben das Angebot organischer Ressourcen im Territorium jungpaläolithischer und mesolithischer Lagerplätze auf europaweiter Skale untersucht. Mithilfe des Ansatzes ist es möglich, die Ressourcenangebote der jeweiligen Geotope unabhängig von archäologischen Fundstellendaten (wie etwa aus Faunenresten, Holzkohlen oder Pollenprofilen) großflächig und auch für fundleere Gebiete zu bewerten, regionale Muster zu erkennen und damit Einblicke in das jeweilige Landnutzungsmuster der Jäger und Sammler zu gewinnen. Eine bedeutende Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch die Zugänglichkeit des Lagerumfeldes. Sie wird durch die Topographie und die lokale Bodenbedeckung stark beeinflusst und determiniert damit stark die Fläche und das Rohstoffangebot, das durch die Menschen des Paläo- und Mesolithikums genutzt werden kann. Ziel des Vorhabens ist der synchrone wie diachrone Vergleich der ökonomischen Rahmenbedingungen und der Landschaftsakzessibilität von Aurignacien bis zum Mesolithikum und der Abgleich der Ergebnisse mit paläoökologischen Daten.